züri isch ois

für den einen mag zürich alles sein, für mich war es:
ischois
..ankommen..
nana
..war es baustelle..
baustelle
..schmeckte es nach ingwer und minze..
minzingw
..war klares wasser..
limmat
..war es ein buch, ein filzstift und ..
Unbenannt-2Kopie
..strassen, plätze, gassen, geräusche..
zuerich 0051
..es war wunderliche zeichen auf der strasse und es war:
„lancelot, spinnst du eigentlich?“
(da heißt ein kind tatsächlich lancelot. aber wundert mich das wirklich?
hörte ich doch auf einem spielplatz meines heimatortes
mal den namen bartholomäus)..
zeichen
..ein kleines stück zürich ist jetzt von mir(;
zuerich 037 Kopie
..und warum ausgerechnet ein schloss das zeichen für liebe sein soll,
konnte mir auch dort keiner schlüssig erklären.
gitterherz
hachja..und dann waren da noch sie:
Unbenannt-1 Kopie
..die luxemburgerli von sprüngli. und jetzt weiß ich endlich,
wie die schmecken sollen, diese macarons. traumhaft nämlich.

3 Kommentare zu “züri isch ois

  1. ich war im mai in zürich, als tourist. davor war ich oft zur arbeit dort gewesen, in konferenzräumen am flughafen, in den innereien der grossen computerhersteller-gebäude. ich kannte nichts von züri als das. in der früh hin, am abend zurück. eine effektive art, eine stadt zu bereisen und nichts davon zu haben.

    also der entschluss, zürich mal zu besuchen, richtig. mit zeit, gutem willen und fotoapparat. vorher waren wir mit der bernina-bahn von st. moritz nach tirano über die alpen gefahren. das ist sehr schön, aber eine andere geschichte. nach der bernina-bahn also zwei tage zürich. schon am ersten stellte ich fest: zürich ist langweilig. zürich ist die schamlose zurschaustellung von reichtum. zürich sieht aus, als würde es bis in die hintersten winkel ständig abgewischt und gekehrt (um nicht zu sagen: abgeschleckt). zürich ist so perfekt, dass einem fast schlecht wird.

    freilich, die zürcher sind ein nettes volk. dort haben sich umgangsformen gehalten, die in ihrer schönen antiquiertheit fast zum lachen animieren. beispiele? du willst in einem nebenbahnhof eine auskunft einholen und steuerst einen info-schalter an. der dahinter sitzende mann steht auf, streckt dir seine hand entgegen wie einem alten bekannten (!) und begrüsst dich mit „grüezi, was kann ich für sie tun?“ oder: du fragst in einem kiosk, ob man hier fahrscheine für die strassenbahn kaufen kann. „nein, dort auf der anderen strassenseite ist der automat, ich kann ihnen gerne geld wechseln, wenn sie keine münzen haben“ du sagst, du möchtest einen kaugummi kaufen, doch der kioskant meint „ach nein, deshalb müssen sie nichts kaufen, ich wechsle ihnen gerne auch so“. dabei hätte ich gerne einen kaugummi gehabt. – und so geht es die ganze zeit.

    sogar das grab von james joyce am friedhof fluntern ist zu perfekt. die grashalme sehen aus wie mit der nagelschere getrimmt, keine vogelkacke auf der kleinen statue am grab, obwohl die luft voller vogelgezwitscher ist.

    das aufhängen/stellen von nikki des sainte phalle skulpuren wirkt für mich dort ein wenig aufgesetzt, so als versuchte man im grössten dorf der welt offentheit zu demonstrieren. aber eben nur zu demonstrieren. als es am nachmittag des zweiten tages zu regnen begann, befragten wir den reiseführer nach einem museum, nach einem ausstellungsort. ein paar privatsammlungen gäbe es, geöffnet von 10-14 uhr am dienstag, nach voranmeldung. so wurde es eben ein uhrenmuseum, untergebracht im souterrain eines der pompösen uhren- und schmuckgeschäfte in der konsummeile bahnhofsstrasse. aber ja, war eh interessant.

    die guten bilder, die es sicherlich auch gibt in zürich, hängen halt in den villen rund um den see. vorhänge geschlossen.

  2. die nana war symphatisch verstaubt und auch sonst dachte ich: ziemlich viel dreck auf den strassen hier, bis auf der bahnhofstrassenseite.da wurde gekehrt, wo es nichts zu kehren gab. aber dort waren auch keine leute. nur designer. das war gespenstisch – auf der einen seite der limmat: laut, bunt, dreckig, voll, auf der anderen seite: die bestätigung eines klischees.

  3. als wir abends dieses sogenannte vergnügungsviertel durchwanderten, standen einige wirte gelangweilt rauchend vor den türen. von gästen keine spur. aber irgendwann müssen die dort sein, sonst gäbs nicht diese dichte an beisln, das ist schon klar. und dann wird auch dreck gemacht werden. als wir dort waren, gabs weder das eine noch das andere. wir gingen früh und gern zurück ins hotel, und taten das, was wir von den zürchern vermuteten: schlafen.

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