farbe und geschmack des sommers: brombeer

wenn der ateliertag und die lust, im atelier wiedereinmal etwas zu verändern (in wahrheit ists ein längst fälliges aufräumen, aber ich mag veränderungen lieber als putzen;) auf ein und denselben tag fallen, ja dann wirds hektisch.
ateliertag ist ja gleich backtag (diesmal habe ich die torte  aber eh schon einen tag vorher gebacken, nur fertig gestellt will sie halt noch werden, die gute:)

baiserbrom5

und was haben torte backen und
atelier aufräumen gemeinsam?

nichts?

nein, etwas doch! nämlich:

 die farbe des sommers – brombeer

 

 

mohn brombeertorte mit baiserhäubchen

baiserbrom6

eigentlich ists eine gleichschwer-masse (also jeweils 150g butter, mehl, zucker) aber ich ersetze einen teil des mehls durch den mohn und nehme weniger zucker, weils sonst zu süss wird mit dem baiserhauberl obendrauf)

also, man nehme:
150g butter, 100g mehl, 50g mohn, 100g zucker, 2 eier (trennen, schnee)
saft einer zitrone, salz, backpulver, frische brombeeren

für die creme: 200g schlagobers, 1pkg.sahnesteif, 100g joghurt

baiserhaube: 2 eiklar, 3EL zucker

baiserbrom

baiserbrom4

und dann ab ins atelier zum putzen..äh.. verändern (;
ich habe von der vormieterin noch einen alten tisch im atelier stehen, weil mir die farbe so gut gefiel – ein wunderschönes brombeerrot! und diesen tisch wollte ich „opfern“, also entsorgen. und wie ich da so die tischplatte abmontiere, eröffnet sich mir ein geheimes innenleben! es sieht aus, als hätte der tisch irgendwann mal eine lade gehabt. da stand er nun, an entsorgen war nichtmal mehr zu denken…also was machen?
und dann… á la wickie……. *schnipp* kam die zündende idee:

ich mache aus dem tisch einen bunten tisch für meinen bücherflohmarkt!

zuerst wollte ich ihn einfach nur bunt bemalen, aber dann kamen auf einmal all die fischerl dahergeschwommen…einfach so!

so!

1buch

2buch

3buch

4buch

5buch

6buch

23 Kommentare zu “farbe und geschmack des sommers: brombeer

  1. Wieder einmal der vollkommene falsche Zugang zu einer an sich guten Sache!
    Daher stelle ich die Frage:
    „WARUM RÄUMEN SIE DIESEN TISCH MIT BÜCHER VOLL?“

    Verbrennen sie diese alten Schinken!
    Der Tisch gehört unbedingt als:
    PFITSCHIGOGERL-FELD genützt!

    Machen sie endlich eine Spielhölle aus ihrer Bude!
    Und die BMW’s werden sich auffädeln vor ihrer Hütte.
    Natürlich die Nummer 1 immer ganz vorne!

    BMW-Fahrer-1

  2. Was sagen sie zu dem Satz?
    „Ein Bild muss attraktiver als die Natur sein.“

    bmwfahrer1

    ps. Wo ist denn der Rest der Meute hier? Beurlaubt?

    • pfuh! jetzt bin ich aber froh, dass Sie „attraktiver“ und nicht „schöner“ geschrieben haben! ich musste nämlich mal strafweise den satz „kunst hat mit schönheit nichts zu tun“ schreiben. aber warum muss ein bild attraktiver als die natur sein? weil sich der anseher an der natur schon sattgesehen hat? und darum an einem (ab)bild derselben achtlos vorübergehen würde?

  3. Weil die Menschen nach dem Idealisierten suchen? Weil das Surreale interessanter, phantasievoller, mehr Geschichten erzählend, ist? Sind Geschichten die besseren Bilder?

    bmwfahrer1

  4. nein, nicht kanada, herrBMW, das ist mir zu weit weg!

    vielleicht weil die menschen die geschichten, die sie in sich tragen, das, was sie grad beschäftigt, in den bildern suchen? oder vielleicht gar nicht suchen, sondern hineinprojezieren?
    gerne lasse ich mir meine bilder von betrachtern „erklären“ – oft höre ich dann ganz andere geschichten, als die, die mir beim malen in den kopf kamen…

  5. Ana da!
    weiß aber nicht, ob ich da jetzt mitreden soll. schließlich gehts hier um kunst und künstler. ich komme eher von der fotografischen fraktion, also von einer nebenlinie der bildnerischen kunst. es sind letztlich doch dieselben fragen, die hier aufgeworfen wurden, die mich aus dem blickwinkel der fotografie genauso beschäftigen: abbild schöner als die natur, was suchen die menschen in den bildern, bilder erzählen geschichten …
    ein foto entsteht, wenn ich mit der kamera losziehe und aus der überfülle der eindrücke, die auf uns einwirken, etwas herauslösen kann, herausschneiden, isolieren. es sind bilder, an denen wahrscheinlich von 100 Menschen 99 achtlos vorbei gehen, weil sie vielleicht gar nicht die zeit haben, zu schauen und zu sehen.
    jeder meiner fotofreunde entwickelt im besten falle mit der zeit eine eigene handschrift. dann sehe ich noch am ehesten die verwandtschaft mit den malern. mir machen von meinen fotos die am meisten freude, die eine aussage haben, die eine geschichte erzählen, oder, wie in diesem fall, sogar unter die rubrik „humor“ fallen könnten, auch wenn ich manchmal die betrachter mit der nase daraufstoßen muss, weil sie außer einer gewöhnlichen baustelle (in italien) nichts besonders sehen. da kommt wieder zum tragen, dass die menschen – wie mtr so schön sagt – in den bildern nur finden, was sie in sich tragen. Ich hab das bild daher „toilettfehler“ genannt.

    • köstliches foto (: danke rudolph, endlich meldet sich ein fotokünstler (:
      der zugang zum thema von seiten eines fotografen ist sehr interessant. obwohl es völlig anders ist, weil ihr ja das fertige motiv schon vor euch habt und es „nur noch“ sehen und abdrücken müsst, kommt am ende doch das selbe wie bei der malerei heraus: jenseits der schönheit des motives, soll ein bild/foto aufmerksam machen, fesseln, berühren, schmunzeln machen.

  6. freue mich natürlich über deine anerkennung, bin aber trotzdem über das wort „-künstler“ gestolpert, auch wenn du es mit einem smiley gleich etwas entschärft hast.
    aus meiner sicht ist ein künstler ein mensch, der sein leben der kunst unterordnet. ich ordne die kunst (fotografie) meinem leben unter.

  7. Oi je …

    Künstler.

    Künstler unter sich halt …

    Wie soll man sich der Kunst unterordnen bitteschön? Wie soll das gehen?
    Das wäre ja ein glatter Widerspruch in sich selbst. Bisweilen pflegen sich doch gerade die Künstler nicht unterzuordnen. Ich meine, wenn ich aufs Gaspedal vom 7-er latsche, dann ordne ich mich auch gerade nicht unter. Als bmwfahrer1 erhebe ich den Anspruch Künstler zu sein. Als Nummer 1 ist man per se ein Grenzgänger und nicht irgendein, ‚tschuldigung schon und mit Verlaub, Lulu!

    Künstler müssen auf’s Gaspedal hupfen, dass sich die Achsen verbiegen, nur dann überschreiten sie die Grenzen, deren Verschiebung das Wesen der Kunst darstellt. Unterordnen geht ja nun gar nicht! Pfffhhh! Wer nur reproduziert ist kein Künstler, sondern ein Kunsthandwerker. Übrigens, die Fotografie hat eh ein ziemliches Problem als Kunst durchzugehen. Leider verstricken sich 99 Prozent der Fotografen im Formalen und vergessen dabei auf die Aussage. Dann wird das Bildchen machen zur Manier. So wie Frau Wahrnehmungsfenster ihr Handwerk ausgesucht hat , hat sie eher die Chance Expression und Gefühl in ihre Bildchen zu bringen. Dann hat sie vielleicht die Möglichkeit aufzusteigen vom Bildchen zum Bild, das eine riesen Geschichte über sich, sie, und die Welt erzählt. Leider hat das Fotobildchen immer die Tendenz kühl und manieriert zu bleiben. Kleine bildliche Scherzchen bringen das Sehen nicht weiter. Dazu braucht es den inneren Aufstand, die Revolution gegen das Abgeschmackte. Da ist’s dann eben nix mit unterordnen! Das ist Hacke! Hacke an sich selbst und der Welt.

    Danke für ihr Ohr zur Predigt zum Samstag Abend!

    bimbimbim.
    Jetzt können wieder alle heimgehen und ich latsche in die Pedale!
    roooooooooooaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!

    bmwfahrer1

  8. wenn sie, bitte, für einen moment den fuß vom gaspedal nehmen könnten.
    die gefahr ist natürlich groß, wenn man so ein komplexes Thema, wie kunst und künstler, in einen einzigen satz komprimieren möchte. da bleibt viel spielraum für interpretationen.
    was ich gemeint habe: wenn z.B. Vincent (der Koch) auf sein leben zurück blickt, so kann er sagen „mein leben war die malerei“. wenn ich auf mein leben zurück schaue, so käme mir das irgendwie befremdlich oder lächerlich vor, zu sagen „mein leben war die fotografie“, wenn ich an all das denke, was neben der fotografie noch platz hatte und diese oft genug und über längere zeit weit in den hintergrund drängte. soviel also zu meiner persönlichen interpretation von künstler und nichtkünstler.

  9. Standgas.
    Ok.

    Bitte wohin wird da geflüchtet?
    Wozu auf das Leben zurückblicken?
    Will da jemand seine Memoiren schreiben?

    Zurückblicken, gut und schön, aber nur um besser nach vorne sehen zu können. Die eigene Entwicklung zu erkennen, kann manchmal hilfreich sein. Verändern kann ich aber nur, was in der Zukunft liegt. Wozu soll ich stolz auf meinen ersten Wheelie sein? Die Frage der Zukunft lautet, wie komme ich ohne Schleudern mit 180 kmh durch die Höhenstraße Haarnadelkurven?! Da steckt eine persönliche Entwicklung drinnen, deren Grenze sich laufend verschiebt. Daran sollte man arbeiten und nicht im Rückblick verharren.

    Manchmal und sehr selten drücke ich auch mal auf einen Auslöser von so einem Fotodings. Zusammengebracht habe ich dabei noch nie etwas. Bin ja froh, wenn da überhaupt irgendetwas danach zu erkennen ist. Einmal hat eines meiner Beifahrersitzpupperln das Fotodings erwischt und, während einer 100-er Fahrt bei Nacht am Gürtel, d’raufgedrückt. Beim letzten 7-er Treffen hat dann so ein ausgeflippter Professor, der glaubt er muss auch einen 7-er driven, er nennt es cruisen, das Foto gesehen. Also, der Professor sieht das Bild und fragt mich, ob ich unter die Künstler gegangen wäre? Ich meine, hat der einen hocken? Sieht man nur lauter Farbwischer? Nix scharf, nicht einmal die geilen High Heels des Pupperls sind zu erkennen. Der wollte mich auf’n Arm nehmen. Normalerweise lässt sich das die Number One nicht gefallen, aber irgendwie find‘ ich den Typ ziemlich schräg. Da darf er dann schon mal. Wo er aber Kunst in diesem Bild gesehen hat frage ich mich bis heute …? Das Beifahrersitzpupperl ist zwar eine begnadete Künstlerin, jedoch nicht in der Bildermacherbranche.

    Künstler???
    Wie soll man die verstehen?

    Widerschaun!
    Fool speed & no fear!
    rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrroooooooooooooooooooooooaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrr!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    bmwdriver1

  10. na da haben wir doch ein schönes beispiel für das oben gesagte. wenn der herr bmw dereinst auf sein leben zurückblickt, kann er sagen: mein leben war ein 7er. um gleich darauf das buch folgen zu lassen mit etwa dem titel „wheelies, high heels and fool speed“. ich werd´s kaufen.

  11. Ich schenke ihnen eines!
    Und wenn ich es eigenhändig schreiben muss!

    bmwfahrer1

    (Achtung, demnächst werd‘ ich nochmals was zum Thema Fotografie hier steigen lassen)

  12. Wo ist eigentlich die Chefin?
    Im Patschenkino, erste Reihe fußeingezwickt?
    Als Künstlerin muss man ja wohl mit engeren Verhältnissen per Du sein … Oder?

    bmw1

    • hier ist die chefin.
      bin ich jetzt künstlerin oder sind wir in engeren verhältnissen, herrBMW?(; von kunst verstehe ich nicht viel, ich bin autodidatkt und male nur,darum meine zurückhaltung. aber Sie, werter herr scheinen sehr bewandetr im thema kunst. zu sein. darf ich frech mutmaßen: ist Ihr BMW so oft in der werkstatt, sodass Sie viel zeit haben, um sich wissen über kunst anzueignen? ich mag ja eher anekdoten wie diese : herr picasso, mal gefragt nach seiner blauen periode, soll geantwortet haben: „die blaue farbe gab es grad im angebot“- wahr oder nicht, amüsant allemal.
      und jetzt wieder Sie, herrBMW..

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s