es war einmal..

so fangen märchen nicht nur an, manche enden so.

es war einmal.. ein kinderspielplatz..

seit wochen begleitet meinen tag ab den frühen morgenstunden ein poltern, splittern, scheppern, rasseln, bohren und dröhnen. vor meinem küchenfenster stehen manchesmal riesige gelbe schuttcontainer, die ein riesiger LKW mit getöse wieder wegschafft..und eine kleine träne glitzert in meinem augenwinkel. gedanken an vergangenes werden wach, gerüche kommen mir wieder in den sinn.
an die gärtnerei des nachbarn. meine mutter hat dort gearbeitet, freunde haben dort gewohnt, nachbarskinder mit mir dort ihr halbes kinderleben verbracht. ich habe im wasserreservoir mit den kaulquappen schwimmen gelernt, warme erde den sommer lang zwischen den zehen gespürt, in sonnenwarme paradeiser gebissen, in den glashäusern den jungpflänzechen beim grosswerden zugesehen, mitgeholfen, die glasflächen mit nasser lehmerde zu bespritzen, damit im glashaus dieses unvergleichliche klima entsand, das ich heute noch spüren und riechen kann wenn ich daran denke…und ich habe dort beim paradeisabklauben ein tier kennengelernt, das mit albträume verschaffte,  weil ich mit dem gesicht in ein spinnen-netz geriet, das einer spinne gehörte, die wie eine wespe aussah. nie gesehen sowas, weder vorher noch nachher. mama meinte nur, ich soll ihr keine märchen erzählen, gestreifte spinnen gibt es nicht. punktum. viele viele jahre später, als mir dieses tier in meinem eigenen garten wieder begegnete, lernte ich sie (dank des weltweit-netzes) kennen – ich hab immer noch angst vor spinnen, aber s i e wurde für mich dennoch vom albtraum zu ..einer schönheit

es war einmal…

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